Linda ist ein junger Punk-Wannabe. Sie wurde 1966 im London Borough of Hillingdon geboren, bevor sie 1981 mit ihrem Vater nach Uelzen gezogen ist.

Lindas Familie

Linda ist in einer liebenden Familie aufgewachsen. Aber davon hatte sie nicht viel. Denn sie hat sich von ihren Eltern immer missverstanden gefühlt. Zu ihrer Mutter hatte sie noch eine halbwegs gesunde Beziehung, aber mit ihrem Vater stand sie immer nur auf Kriegsfuß. Ihre Mutter starb, als Linda 13 war. Seitdem hatte sie das Gefühl, dass sie ganz allein in der Welt war. Das einzige, was ihr Trost schenkte, war die zu der Zeit relativ neue Punk Bewegung. Ihr Vater - der sehr an hierarchische Strukturen glaubte - hasste die Punk Subkultur und den Drang nach Nichtkonformität über alles. Und so steigerte sie sich immer weiter in ihre Punkliebe rein und identifizierte sich vor allem mit der Idee, dass die Welt kaputt sei und jede*r auf sich allein gestellt ist. Ein großer Teil ihrer Bewunderung kam aber nur durch die oberflächliche Ästhetik der Punk Bewegung. Sich kritisch mit den Inhalten auseinandersetzen konnte sie nicht. Aber danach hatte sie auch kein Bedürfnis. Sie wollte nur endlich nur verstanden werden. Und sie hatte das Gefühl, dass ihre Lieblingssänger*innen die einzigen waren, die das konnten.

Mit 15 zogen Linda und ihr Vater dann nach Uelzen. Ihr Vater hatte immer gesagt, dass die Leute in London zu sehr an der Vergangenheit klammerten. Deswegen habe er nicht so viel Erfolg mit seinen Geschäften gehabt. Und in Uelzen würde alles besser werden. Es war klar, dass das eine Lüge war. In Lindas Augen war ihr Vater ein Versager. Und ihres Verständnisses nach wussten alle, die ihn in London kannten, dass er einer war. Und als letzten Ausweg rannte er von allem davon. Eine Art neuer Start.

Doch ihre Einschätzung könnte nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein. Ihr Vater war sehr gut in seinem Job. Er durfte es Linda nur nicht sagen. Er arbeitete nämlich für den britischen Geheimdienst. Und aus irgendeinem Grund musste er jetzt für einen Auftrag für längere Zeit nach Uelzen.

Umzug und Viv Hollis

Linda wollte nie umziehen. Und das hat sie ihren Vater auch wissen lassen. All ihre Freunde lebten schließlich in London und was für ein Punk lässt sich einfach vorschreiben, wie sie ihr Leben zu leben hat? Aber bei ihrem Vater hatte sie da natürlich keine Chance. So oft sie auch damit drohte, von Zuhause wegzulaufen, um nicht mitkommen zu müssen, hatte sie als Kind eigentlich keine Macht, da mitzureden.

Sie steigerte sich also immer weiter darein, dass Uelzen der langweiligste Ort der Welt sei. Die anderen Kinder waren für sie quasi nicht existent. Es war ihr egal, ob sie der einzige Punk in der ganzen Stadt sei. Sie würde sich nicht nehmen lassen, wer sie ist. Und vielleicht könnte der Umzug auch ein neuer Start sein. Linda Hollis wollte in London bleiben. Also ist sie das auch. Linda war jetzt nicht mehr Linda. Linda war jetzt Viv. Viv war der Künstlername von Vivienne Albertine, der Gitarristin einer ihrer Lieblingsbands - The Slits. Also stellte sie sich am ersten Tag in der Schule als Viv Hollis vor. Sie fühlte sich dadurch, wie das coolste Kind in ganz Uelzen.

Das ganze hielt für nicht einmal zwei Wochen an. Die Lehrer*innen hatten sich natürlich gewundert, wieso im Klassenbuch ein anderer Name stand. Also meldete sich die Schule bald bei ihrem Vater. Und seitdem wird sie zumindest von ihren Lehrer*innen wieder Linda genannt. Ein paar Tage lang nannten sie die anderen Kinder zwar noch Viv, aber fragten sich natürlich auch, was es damit auf sich habe. Linda war das ganze so peinlich, dass sie einfach versuchte so zu tun, als wäre das alles nie passiert. Und wenn sie doch nochmal jemand Viv nennt, durchlebt sie die ganze Scham quasi erneut.

Gameplay Effekte

Iconic Item

I always carry a can of spray paint with me. Back at home that stuff was used for protest everywhere. But here in Uelzen the trend hasn’t really catched on yet. So I’m scared what will happen when I actually use it to desecrate some symbol.

Problem

I feel like I can’t tell my father anything. Home feels like a prison. And it doesn’t help that I always felt more at home in London than I do here.

Drive

I don’t care what anyone else says. Especially adults. If I see something that’s an injustice in my own eyes, I will fight tooth and nail to set things right.

Pride

The other kids in Uelzen are too compliant. Growing up in London I see the value in fighting against injustices. I don’t really know what that means for me yet but I won’t be pushed around by anyone. I do my own thing.

Relationships to Other Kids

Mirko

<Character> and I used to go to rock concerts together. They weren’t like the punk bands from home though. So I let him know. Because of that we grew a bit distant.

Bella Edelmann (Astrid)

Bella sees us as friends. But for the longest time I thought she bullied me. She has always been one of the popular kids. And sometimes she still calls me Viv. I wish I could finally live that down.

Nick Hahn (Max)

Nick is one of the few kids in school I feel comfortable around. Not necessarily because I like him. But we both like being almost alone. Sitting for hours in either the science room or our clubroom and each doing our own thing.

Anchor

I’m still in contact with some of my friends back home. Mostly by writing letters but sometimes when dad isn’t home I call them from the landline. They are the only ones who truly understand me.

Lindas Lieblingsbands

The Stranglers

Golden Brown (1981)

Sehr vibey, aber nicht sehr punky

No More Heroes (1977)

“This world is going to shit and nobody is even realizing it”

The Vibrators

Stiff Little Fingers (1977)

Incredible Band- und Liedtitel. Trifft insgesamt sehr den “I want to be edgy” vibe

Into the Future… (1977)

I want a new world, I want it with you

Klingt sehr passend für die Kampagne / Welt. Sie will nichts mehr, als einfach allem zu entkommen

Generation X

Dancing with Myself (1981)

Trifft den “Niemand versteht mich” vibe

Sham 69

Hurry Up Harry (1978)

Sehr britisch. Aber nicht so der vibe

Borstal Breakout (1978)

Ich mag die Idee, dass Linda das Lied nur wegen “I’m sitting in this cell” mögen würde und sich dann edgy fühlt

The Slits

Absolutely iconic Band. She would love them

Typical Girls (1979)

Die drei Intro-Verse wären vermutlich schon Grund genug, dass das Lindas Lieblingslied wäre

The Jam

That’s Entertainment (1980)

Sie würde definitiv Probleme haben zu unterscheiden, welche lines ernst gemeint sind und welche nicht. Aber vlt nicht edgy genug

Going Underground (1980)

Würde definitiv über ihren Kopf gehen

The Adverts

Bored Teenagers (1978)

“OMG This song is literally about me. Why don’t I have anyone to share music with”

New Church (1978)

Sie versteht nicht, worum es geht. Aber ihre Eltern mögen es nicht, wenn sie die Lyrics laut singt. Darum macht sie das immer

X-Ray Spex

I Am a Poseur (1978)

My facade is just a fake. Shock, horror, no escape. Sensationalism for the feed.

Sie versteht den Unterschied zwischen performative drama und einfach cringy zu sein nicht.

Identity (1977)

“Look at me! Look at what is wrong with me! Why can’t you see how special I am??”

Buzzcocks

What Do I Get? (1979)

“OMG The world is so unfair! My life is so hard”

Sex Pistols

Anarchy In The UK (1976)

Allein der Name reicht, dass sie das hören würde. Außerdem sind die Sex Pistols so influencal, dass sie sie auf jeden Fall hört

God Save The Queen (1977)

Siehe oben