Overall

Ich wusste basically gar nicht, was ich ewarten sollte. Dementsprechend war ich sehr gespannt, hatte aber jetzt keine krassen Erwartungen (also ich dachte mir obviously auch nicht, dass das schlecht wird aber hatte halt keine Anhaltspunkte 😂). Für mich hat aber alles richtig gut zusammen gepasst und meine non-existant Erwartungen wurden auf jeden Fall mehr als übertroffen.

Holy shit war das ein fucked up Weg zu sagen, dass ich es richtig gut fand. Vielleicht ist es so einfacher: 💯🥵🔥

Charaktere & Spieler*innen

Es macht ja immer einen enormen Unterschied, mit wem man zusammen spielt und jede Gruppendynamik ist immer ein kleiner Gamble. Aber ich fand das hat insgesamt richtig gut funktioniert. Mit Astrid spiel ich ja regelmäßig D&D. Max kenn ich basically nur als DM und aus Root. Und irgendwie hatte ich bei Root immer Probleme, coole Roleplay-Momente mit ihm zu haben. Das liegt definitiv an Olli und daran, dass ich mit dem Root Regelsystem eh ein paar Probleme hab, but still. Und mit Mirko spiel ich obviously basically gar nichts. Aber insgesamt fand ich unsere Gruppendynamik incredible. Ich fand bei Mirko hat man basically gar nicht gemerkt, dass er sonst kaum Roleplay spielt. Und gerade mit dem Character von Max hab ich richtig gern zusammen Szenen ausgespielt. Von dem was ich gehört habe, hatte die andere Gruppe ja auch eine gute Dynamik und das ist find ich nie garantiert und dementsprechend gute Arbeit von allen Beteiligten und especially von dir in der Planung und auch vom Leiten.

Gemeinsames Storytelling

Es gibt ja inzwischen viele Systeme, bei denen gemeinsames Storytelling im Fokus steht. Aber irgendwie hat das meistens für mich besser geklungen, als sich dann tatsächlich im Spiel angefühlt. Aber in der Session hat das imo richtig gut funktioniert. Ich find alle haben etwas beitragen können und durch die Anchors (und bei mir nochmal besonders durch den britischen Geheimdienst) und so hat sich das auch wie eine Character-focused Welt angefühlt, was ich immer sehr wichtig finde.

Uelzen 1983

Honestly ich hab das Setting so viel mehr genossen, als ich erwartet habe. Es fühlt sich blöd an, Olli immer als “Negativbeispiel” nennen zu müssen, aber hier bietet sich das wieder an. Olli hab ich ja absichtlich als Troublemaker bzw. Regelbrecher*in geschrieben. Aber durch die hohen stakes spiel ich das gefühlt nie aus. Darum hab ich für Linda auch absichtlich den “Weirdo” Archetype genommen und nicht auch “Troublemaker”. Aber letztendlich hab ich sie ja dann doch eher als solche ausgespielt. Durch die eher harmlosen Probleme (zumindest am Anfang), hatte ich da gefühlt viel mehr Spielraum und ich hatte selber richtig viel Spaß, sie so auszuspielen. Und es hat sich jetzt auch nicht so angefühlt, als hätten die anderen ein Problem damit gehabt. Es ist halt einfach etwas anderes, ob man Lehrer*innen anpöbelt, oder Stadtwachen und nachher in einer Zelle landet. Das mit der Musik hat fand ich auch richtig gut funktioniert. Wir haben es ja actually geschafft, dass die Lieder von uns allen komplett unterschiedliche Vibes hatten. Dadurch hatte jede*r gefühlt einen eigenen Soundtrack.

Kleine Kritik / Verbesserungsvorschlag

Ich bin hier zwar mit Max als Spielleiter definitiv verwöhnt, aber dacht mir ich sprech es trotzdem einmal an. Bei seinen Abenteuern legt er unendlich viel Wert auf Player Safety und Wohlbefinden. Das kann ganz viele Formen annehmen, aber zum Beispiel diese Karten (die wir in Root nie nutzen, aber bei unserer D&D Runde tatsächlich schon mehrfach), können einen enormen Unterschied machen. Und vielleicht zumindest so ein paar touchy subjects könnte man vorher kurz abklären. Man weiß nie, was den anderen irgendwie unwohl ist und allein in deinem Intro Text für das Abenteuer gab es ein paar Sachen, bei denen ich mir vorstellen könnte, dass das jemandem ein bisschen unwohl ist (Problematische Familienverhältnisse, Gewalt gegen Tiere, Mobbing oder Romanze zwischen Charakteren usw.). Für mich selbst sind die Sachen alle ok, aber zumindest bei Daggerheart sind 1-2 Sachen davon explizit als Soft Limits von mindestens eine*r Mitspieler*in genannt worden. Und Hiro meinte z.B. auch danach zu mir, dass sie ein bisschen bereut hat, einen alkoholabhängigen Vater geschrieben zu haben. Es kann gut sein, dass das für alle ok war, aber I guess ich bin da halt lieber eher für zu viel Vorsicht, als zu wenig.

Perspektive

Ich bin mal sehr gespannt, wie die kommenden Sessions so werden und bin vor allem auch gespannt, wie du die “Meta Narrative” machen wirst. Ich hoffe, dass ich zumindest ab und zu mal Zeit habe, dabei zu sein aber fand es auf jeden Fall so schon richtig cool und könnte mir evtl auch vorstellen, die gleichen Charaktere nochmal weiter zu spielen ❤️